In Tenebris errare!“ Oh, bitte, lasst mich nicht „im Dunkeln tappen“ – aber dieses Album, das sich in seiner ganzen weißen Colour-Vinyl-Schönheit auf meinem Plattenteller dreht und von seiner musikalischen und textlichen Aussagekraft her im Grunde rabenschwarz sein müsste, versetzt mich nicht nur musikalisch und optisch in Verzückung, sondern gibt mir und garantiert jedem sich auf diese Musik einlassenden Hörer zugleich eine Unmenge von Rätseln auf. Kein Wunder also, dass „In Tenebris“ mit dem finsteren Omen eines Rätsels in der Dunkelheit endet.Warum nur bin ich jetzt schon am Ende, wo ich doch noch nicht einmal beim Anfang war, der ebenfalls mit einem Omen beginnt, das genauso finster wie die Nacht daherkommt?Fragen über Fragen?Ein Tappen im Dunkeln hin ins weiße Vinyl-Licht eines Albums, dessen lateinischer Name übersetzt „Während der Nacht“ heißt!

Nein! Nein! Nein!Ich weiß wirklich nicht, wie ich diese Kritik zu einem der ungewöhnlichsten Alben, das ich in meiner jahrelangen Kritikertätigkeit in den Händen halten durfte, beginnen soll!Mit einem Rückblick?Einem Rückblick, der im Grunde eine Vorschau ist, auch wenn er chronologisch betrachtet ein Rückblick sein muss?Seltsame Worte, nicht wahr?Genauso seltsam wie eben „In Tenebris“, das allem Anschein nach wie die Lemuren direkt dem Totenreich entsteigt, in das man einst den verrückten Wissenschaftler Faust katapultierte, damit sich die LE MURen, diese höllischen Totengräber der besonders hässlichen Art, um ihn kümmern können.“

Thoralf Koß – musikreviews.de

Veröffentlichungen

„Seite 1 von „In Tenebris“ ist der absolute Hammer, Hochgenuss in vier Kapiteln und würdig bzw. besonders empfehlenswert, sie für lange Zeit auf dem Plattenteller liegen zu lassen, immer und immer wieder zu hören. Seite 2 geht dann doch etwas differenzierter, oder soll ich sagen gewöhnungsbedürftiger ans Werk.

Wie bereits erwähnt, sind aber auch diese drei Songs hochinteressant. Man muss sich einfach nur noch ein bisschen mehr darauf einlassen, sie wie guten Wein erstmal ein wenig atmen lassen“

Markus Kerren – rocktimes.info

It is hard to characterise Le Mur within the parameters of a standard review – those desperate for a genre may as well make their own up, for so broad is Le Mur’s canvas that they take in all manner of sounds and styles form the last forty years and twist and turn them into something new and beautiful. Genuinely progressive in that the music here breaks all acceptable boundaries of what you can and can’t do in modern rock music whilst simultaneously sounding both cohesive and exciting, this is music for those who love to explore the outer reaches of the musical world. Dense without being impenetrable, exciting without pandering to commercial desires and stunning without being predictable ‘In Tenebris’ is a gloriously original and exciting outing.

sonicabuse.com


in tenebris

„Die Schublade ist zwar mit Psychedelic beschriftet, was grob stimmt. Aber Le Mur darauf zu reduzieren, wäre äußerst geizig argumentiert. Es stecken viele große Momente dieses Genres drin, besonders wenn die fette Orgel wahre Wellen brillanter, warmer Klänge aus den Boxen wabern lässt. Es sind aber auch unbedingt Indiezutaten auszumachen, dazu mehr oder weniger latente Jazz-, Elektronik-, Kraut-, Rock-, Tribal- und Proganteile. Hammerstark kräht das Saxofon wahre Orgien auf die Ohren und man sucht immer wieder vergebens nach einem Anker zum Festhalten in diesem wogenden Meer aus musikalischen Gefühlen. Es fasziniert mich stets, wenn sich relativ junge Musiker entscheiden, dieser Art Musik zu frönen, denn damit dürfte leider keine Altersvorsorge zusammengerockt werden. Wirklich gute Musik hatte aber in den seltensten Fällen diesen Ansporn. Viel mehr war, ist und sollte der Fokus auf dem liegen, was man mag. Der, dem Foto nach, junge Dreier hat sich gut entschieden. Seine Musik ist instrumental perfekt dargeboten und man merkt jeder Note an, dass sie genau dort ist, wo man sie haben will. Punktgenau grollt der Bass und taktet das Schlagzeug. Die geile Orgel, das Saxofon und die Gitarre wissen ihre Parts zu spielen. Die Stimme wünsche ich mir gerade auf Seite zwei bei den etwas ‚wilderen‘ Exkursionen etwas gereifter. Aber das ist persönliches Gusto und schmälert die Qualität des Gehörten überhaupt nicht. Ich glaube, von Le Mur werden wir noch hören – mein Plattenspieler steht bereit …“

Ulli Heiser – rocktimes.info


silentia nova

„Und wir halten den Atem an! Denn auch „Exorta“ ist nach „In Tenebris“ und „Silentia Nova“, trotz der schweren, finsteren Thematik, wieder ein Lichtblick inmitten der Dunkelheit, die uns tagtäglich – und jetzt kurz vor Weihnachten ganz besonders – aus den Lautsprechern der Radios, Fernseher, Kaufhallen und Gaststätten entgegenschlägt.

Und so ähnlich wie das FAZIT zum ersten Teil der Trilogie begann, soll es auch den letzten Teil abschließen: Krautrock für das 21. Jahrhundert, auch wenn der in dieser Musik-Epoche kaum noch angesagt zu sein scheint! LE MUR haben auch auf „Exorta“ meisterhaft verstanden, wie man sich auf eine der ehemals wichtigsten, in Deutschland geprägten Musikstile der Vergangenheit besinnt und kompromiss- und mainstreamlos in die Gegenwart und Zukunft transferiert.“

Thoralf Koß – musikreviews.de

Wie schon oben erwähnt machen Le Mur auf ihrem dritten Output „Exorta“ da weiter, wo sie auf „Silentia Nova“ aufgehört haben. Eine gelungene Mischung aus unterschiedlichen Stilrichtungen, bei denen sich die Band aber immer treu bleibt.

Stefan Schelle – musikzirkus-magazin.de


exorta
Liveimpression Clostridium Label Night 2019

Über uns

Seit 2008 proben wir zusammen in Bochum. Jeder von uns hat seine eigenen Einflüsse und Ideen mitgebracht, die wir gemeinsam zusammengebracht und ausgearbeitet haben. Dabei sind einige schöne Tracks entstanden, die wir auf 3 Alben veröffentlichen konnten. Wir freuen uns auf weitere schöne musikalische Momente.

Janine

Bass & Synthesizer

Georgios

Drums & Percussion

Matthias

Gitarre, Saxophone, Vocals & Keyboards